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07.11.2019

Grundsanierung des Trinkwasserbehälters Schlossberg

Trinkwasser ist das Lebensmittel Nr. 1. Es muss höchsten Qualitätsansprüchen genügen und auch die dazu gehörende Infrastruktur muss stets top in Schuss sein. Aktuell saniert badenova den Trinkwasserbehälter Schlossberg am Rande der Freiburger Innenstadt. Er gehört zu den ältesten und wichtigsten Standbeinen der Wasserversorgung für Freiburgs Altstadt. Zusammen mit dem „Wasserschlössle“ im Sternwald versorgt er die Menschen östlich der Güterbahn.

Der Wasserhochbehälter am Schlossbergring.
Der Wasserhochbehälter am Schlossbergring.

„badenova garantiert mit der Sanierung des Trinkwasserhochbehälters eine dauerhaft zuverlässige und qualitativ hochwertige Wasserversorgung für die Bürger in Freiburg“, so Mathias Nikolay, Vorstand der badenova. Mit der aktuellen Baumaßnahme wird der Hochbehälter Kammer für Kammer im Inneren saniert und auf den neusten Stand der Technik gebracht. Die zwei Wasserkammern bekommen eine Innenauskleidung aus Polyethylen-Platten (PE), die für eine hygienische und dichte Wandung der Wasserkammern sorgen. Diese Kunststoffplatten sind speziell für Trinkwasser geeignet und zugelassen. Es besteht keine Gefahr, dass Weichmacher ins Wasser gelangen. Beide Wasserkammern erhalten neue Betriebsräume, welche für sämtliche Regulierungs-Armaturen benötigt werden. Die besondere Lage am Schlossberg stellt eine Herausforderung für die Sanierung des Hochbehälters dar: Große Teile des Behälters stehen unter Denkmalschutz (beispielsweise die Fassade und die Bogentreppen aus rotem Sandstein im Inneren). Um die Sanierungsarbeiten reibungslos durchführen zu können arbeitet die badenova-Tochter bnNETZE mit einem Ingenieurbüro (IMS Ingenieure GmbH) zusammen, das Spezialkompetenzen auf diesem Gebiet besitzt. Der Bau wird aufgrund der Größe und Komplexität bis in den Sommer 2021 hinein dauern. Während der Bauphase kann es teilweise zu Einschränkungen auf dem „Wasserplatz“ kommen, welcher aber an sich von den Sanierungsarbeiten nicht betroffen ist.

Der Trinkwasserhochbehälter Schlossberg gehört zu den ältesten und wichtigsten Standbeinen der Wasserversorgung für die Freiburger Altstadt. Zusammen mit dem „Wasserschlössle“ (Hochbehälter Sternwald) versorgt er die Gebiete östlich der Güterbahn von der Wiehre bis nach Zähringen. Erbaut wurde die Anlage 1874 bis 1876 und 1877 zum ersten Mal mit frischem Trinkwasser aus dem Wasserwerk Ebnet befüllt. Er besitzt zwei fast baugleiche voneinander getrennte Wasserkammern, auf die sich ein Speichervolumen von rund 3.700 m³ verteilt. Die Wasserkammern befinden sich direkt unterhalb des „Wasserplatzes“, auf dem nach Fertigstellung des Hochbehälters im Jahre 1876 20 Kastanienbäume gepflanzt wurden, die heute noch dort stehen. Der Hochbehälter wurde mit Bruchsteinen aus rotem Sandstein und Mörtel aus hydraulischem Kalk mit Dreisamsand erbaut. Die zwei Wasserkammern bestehen jeweils aus vier langen Tonnengewölben, die über Durchgänge miteinander verbunden sind und über zwei historische Bogentreppen aus rotem Sandstein gelangt man auch heute noch in die über 6 m tiefen Wasserkammern. Nach außen erkennbar macht den denkmalgeschützten Wasserspeicher lediglich die Fassade des Betriebshauses. Sie wurde bereits im Jahr 1992 von der unteren Stützmauer bis hin zur Balustrade restauriert. Der in die Stützmauer eingelassene Laufbrunnen wird mit frischem Trinkwasser aus dem Hochbehälter versorgt.

Fakten auf einen Blick:

  • Baujahr HB Schlossberg: 1874 bis 1876
  • Speichervolumen: 3,7 Millionen Liter Wasser
  • 2 Kammern: 1,85 Millionen Liter pro Kammer
  • Maße des Hochbehälter: ca. 54 m x 19 m x 7 m (LxBxH)
  • Versorgungsbereich: Gebiete östlich der Güterbahn von der Wiehre bis nach Zähringen
  • Bauzeit: Herbst 2019 bis ca. Sommer 2021
  • Beteiligte Firmen: IMS Ingenieure GmbH (Planung und Ausführung), Ernst Späth Bau GmbH (Mauerarbeiten), Eliquo Stulz GmbH (Verfahrenstechnik), PMK Kunststoffverarbeitung GmbH (PE-Auskleidung) sowie BENZ Metallbau (Metallarbeiten)
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