Gesetzliche Grundlagen

Die Einspeisung erneuerbarer Energien unterliegt einigen rechtlichen Rahmenbedingungen. Wir bieten Ihnen hier einen Einblick in diese Rechtsgrundlagen.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) dient der Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung und zielt darauf ab, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung etappenweise zu erhöhen:

  • um 40 bis 45 % bis zum Jahr 2025
  • um 55 bis 60 % bis zum Jahr 2035
  • um mindestens 80 % bis zum Jahr 2050

Zudem garantiert es dem Erzeuger eine feste Einspeisevergütung.


Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) trat erstmalig am 01.04.2002 in Kraft, um die Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung zu erhöhen. So wird Energie gespart, die Umwelt geschützt und Klimaschutzziele werden erreicht.

Angestrebt wird die Stromerzeug durch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) bis zum Jahr 2020 auf 110 Terrawattstunden zu steigern. Bis zum Jahr 2025 soll diese sogar auf 120 Terrawattstunden ansteigen, was beispielsweise durch Förderung der Modernisierung und des Neubaus von KWK-Anlagen realisiert werden soll.


Die EEG-Umlage

Die EEG-Umlage fördert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Einspeise-Anlagenbetreiber dürfen den erzeugten Strom in das Stromnetz einspeisen. Der Netzbetreiber ist gesetzlich dazu verpflichtet, diesen Strom abzukaufen und den Einspeiser dafür zu vergüten.

Der Netzbetreiber verkauft den Strom weiter an der Strombörse. Meistens erhält er aber nicht den Preis, den er an den Anlagenbetreiber gezahlt hat. Die Differenz bekommt er aus dem EEG-Topf. Und dieser speist sich aus der EEG-Umlage, die jeder Verbraucher über den Strompreis mitbezahlt.

Wer beispielsweise eine Photovoltaik-Anlage betreibt, der speist den Strom in das Versorgungsnetz ein. Der Netzbetreiber ist gesetzlich dazu verpflichtet, diesen Strom abzukaufen und den Einspeiser dafür zu vergüten.

Dieser Strom wird vom Netzbetreiber weiterverkauft. Die aus der Differenz zwischen Vergütungssatz und Marktpreis entstehenden Mehrkosten werden gleichmäßig unter den Energieversorgungsunternehmen aufgeteilt. Diese sogenannte EEG-Umlage macht sich dann für die Endverbraucher als zusätzlicher Kostenfaktor bemerkbar.

Neuerungen ab August 2014

Bisher waren Betreiber einer Erzeugungsanlage von der Zahlungen der EEG-Umlage befreit. Mit der neuen Fassung des EEG vom August 2014 hat sich dies geändert: auch Eigenversorger müssen künftig die EEG-Umlage bezahlen.
Diese Regelung betrifft alle Anlagenbetreiber, die ihre Stromerzeugungsanlage nach dem 31.07.2014 in Betrieb genommen bzw. ihre bestehende Stromerzeugungsanlage nach dem 31.07.2014 auf Eigenversorgung umgestellt haben (Gesetzestexte des EEG und KWKG)

Für die Mengenmeldung Ihres selbstverbrauchten Stroms haben wir folgendes E-Mail-Postfach eingerichtet: EEG-Umlage@bnnetze.de

EEG-Statistik

Hier finden Sie die Informationen und Angaben gemäß § 77 EEG (2015) für das Netzgebiet der bnNETZE GmbH als Download:

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