Einspeisemanagement

Bei der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wird das Stromnetz ständigen Schwankungen ausgesetzt, je nachdem wie viel Strom gerade produziert wird. Zu Spitzenzeiten kann es vorkommen, dass mehr Strom in das Netz eingespeist wird als verbraucht werden kann.

Als Netzbetreiber sind wir dafür verantwortlich, dass das Netz stabil bleibt und es zu keiner Überlastung kommt. Deshalb werden Erzeugungsanlagen und deren Einspeiseleistung durch das Netzsicherheitsmanagement überwacht. Die Einbindung von dezentralen Erzeugungsanlagen in das Netzsicherheitsmanagement ist gesetzlich in § 9 des EEG verankert.

Einspeisemanagement

Die vorübergehende Einschränkung der Einspeiseleistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen sowie Anlagen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) in das Stromnetz wird als Einspeisemanagement bezeichnet. Die Einspeiseleistung der Anlagen kann dabei vom Netzbetreiber bei Bedarf vorübergehend reduziert oder unterbrochen werden.

Wie funktioniert das Einspeisemanagement?

Nach § 9 EEG müssen sich alle Anlagen mit einer Leistung von über 100 kW am Netzsicherheitsmanagement beteiligen. Diese Anlagen sind mit technischen Einrichtungen auszustatten, mit denen der Netzbetreiber die Ist-Einspeisung abrufen und die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung reduzieren kann.

Photovoltaikanlagen müssen unabhängig der installierten Leistung am Einspeisemanagement teilnehmen. Jedoch kann bei Photovoltaikanlagen bis einschließlich 30 kW alternativ die Einspeiseleistung dauerhaft auf 70 % der Erzeugungsleistung eingeschränkt werden.

Zur einheitlichen Umsetzung des Netzsicherheitsmanagements haben wir auf Grundlage von § 10 Abs. 2 EEG technische Mindestanforderungen festgelegt:

Welche technischen Einrichtungen sind erforderlich?

Für die Steuerung von Anlagen bis zu 950 kW installierter Leistung wird ein Funkrundsteuerempfänger benötigt. Dieser ermöglicht es, die Einspeiseleistung der Erzeugungsanlagen zu regeln. Gerne stellen wir Ihnen den Funkrundsteuerempfänger zur Verfügung. Senden Sie uns einfach das ausgefüllte Bestellformular zu:

Zusätzlich müssen Anlagen mit einer Anlagenleistung größer 100 kW mit einer fernauslesbaren Lastgangmessung ausgestattet werden, damit die Ist-Leistung zu jeder Zeit abgerufen werden kann. Den Einbau übernimmt der beauftragte Elektroinstallateur.

Erklärung zum betriebsbereiten Einspeisemanagement

Dass die Anlagen über die entsprechende Ausstattung verfügen und ein Funktionstest nach den Vorgaben der technischen Mindestanforderungen zur Umsetzung des Einspeisemanagements durchgeführt wurde, wird mit der Erklärung zum betriebsbereiten Einspeisemanagement bestätigt:

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