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16.11.2016

Anpassung der Trinkwasserpreise in Freiburg

Die Trinkwasserpreise in Freiburg werden zum 1. Januar 2017 leicht ansteigen, teilt die fürs Wasser zuständige badenova-Tochter bnNETZE mit. Erstmals seit 25 Jahren erhöht sich der Verrechnungspreis, der Mengenpreis steigt leicht analog der veränderten Materialkosten. Die Preisveränderung macht sich bei einem 4-Personen-Haushalt mit 2 EUR pro Monat bemerkbar. Unverändert hoch sind die Investitionen von badenova in ein sicheres, zukunftsfähiges Trinkwassernetz.

Anpassung der Trinkwasserpreise in Freiburg

Der Wasserpreis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Dem Mengenpreis (Wasserpreis) und dem verbrauchsunabhängigen Verrechnungspreis (Zählerpreis). Letzterer wurde seit 25 Jahren nicht verändert. Durch die zusätzlichen Anforderungen an die Zähler in Bezug auf Produktqualität sowie die steigende Anzahl an Analysen zum Nachweis keimfreier Zähler sind die Kosten fürs Messwesen in den letzten Jahren stark gestiegen. Bisher hat bnNETZE die Kostensteigerung durch weitere Effizienzsteigerungen kompensiert bzw. Teile der Kosten „geschluckt“. Der Mengenpreis wird ebenfalls entsprechend der gestiegenen Kosten für Material und Lohnentwicklung angepasst. Er beträgt ab 1.1.2017 netto 1,88 EUR pro Kubikmeter (2,01 EUR/m3 brutto). Der Freiburger Mengenpreis liegt damit weiter unter dem Landesschnitt, das heißt hiesiges Wasser ist nach wie vor günstiger als in vielen anderen Orten von Baden-Württemberg.

Die neuen Preise für den Zähler orientieren sich am eingesetzten Zählertyp. Der Preis für einen Haushaltszähler beträgt künftig 3,06 netto bzw. 3,28 brutto (zuvor 1,53 bzw. 1,64). Insgesamt bedeutet die Preisveränderung eine Kostenanhebung von acht Prozent oder brutto 26,10 EUR pro anno für einen 4-Personen-Haushalt mit 150 m3 Verbrauch im Jahr. Bei Geringverbrauchern liegen die jährlichen Mehrkosten bei ca. 21 Euro brutto.

Im Ranking der 80 Wasserversorger in Baden-Württemberg liegt badenova nach dieser Anpassung immer noch im positiven vorderen Teil (Platz 25). Die lange Stabilität des Wasserpreises (1998-2012) erreichte der Wasserdienstleister durch verschiedene Effizienzsteigerungsmaßnahmen, eine hohe Automatisierung sowie ein striktes Kostenmanagement. Die Aufgaben des Wasserversorgers sind breit gefächert und reichen weit über die reine Netzpflege hinaus: Grundwasserschutz, Qualitätskontrolle, Beratung der Landwirtschaft, Forschung und Entwicklung u. v. m. sind zwingend notwendig, um auch zukünftig die hervorragende Qualität des hiesigen Wassers zu sichern. In den kommenden Monaten und Jahren stehen investitionsreiche Baumaßnahmen im Wasserbereich an: Unter anderem wird bnnETZE den Hochbehälter Schlossbergring aufwändig sanieren und auch im Wasserwerk in Ebnet stehen weitere Projekte und Maßnahmen an.

Einige Kennzahlen zur Wasserversorgung in Freiburg:

Wasserabgabe 2015:18,705 Mio. m³ (ges.)

Netzlänge: 637 km

Zahl der Hausanschlüsse: 27.867

Versorgte Einwohner:222.000

Zahl der Pumpwerke:8 Pumpwerke

Zahl der Hochbehälter:11 Hochbehälter

Speichervolumen: 36.000.000 Liter

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