Gesetzliche Grundlagen & Förderung

Die Einspeisung erneuerbarer Energien unterliegt einigen rechtlichen Rahmenbedingungen. Wir bieten Ihnen hier einen Einblick in die Rechtsgrundlagen und die Kriterien zur Förderung von Erzeugungsanlagen nach EEG bzw. KWKG.


Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) dient der Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung und zielt darauf ab, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung etappenweise zu erhöhen:

  • um 40 bis 45 % bis zum Jahr 2025
  • um 55 bis 60 % bis zum Jahr 2035
  • um mindestens 80 % bis zum Jahr 2050

Zudem garantiert das EEG dem Erzeuger eine feste Einspeisevergütung. Die Vergütung erfolgt durch den Netzbetreiber, der gesetzlich dazu verpflichtet ist, den erzeugten Strom abzukaufen. Als ausgleichendes Instrument dient dabei die EEG-Umlage.

Förderung von EEG-Anlagen

Nach dem EEG wird die Erzeugung von Strom aus den folgenden Energiearten gefördert:

  • Solarer Strahlungsenergie (zum Beispiel Photovoltaik)
  • Wasserkraft
  • Deponiegas, Klärgas und Grubengas
  • Biomasse
  • Geothermie
  • Windenergie

Bitte beachten Sie: Ihre neue EEG-Anlage wird nur dann gefördert, wenn sie im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur (BNetzA) registriert ist. Dies muss spätestens 4 Wochen nach der Inbetriebnahme erfolgen. Die Registrierungspflicht im Marktstammdatenregister gilt auch für bereits bestehende Anlagen.

Nutzen Sie zur Registrierung Ihrer Anlage das Webportal der Bundesnetzagentur

EEG-Vergütungsende 31.12.2020

Für Stromerzeugungsanlagen, die bis zum 31.12.2000 in Betrieb genommen wurden, läuft die gesetzliche Einspeisevergütung zum 31.12.2020 aus (außer für Wasserkraftanlagen). Insbesondere betrifft dies Photovoltaikanlagen, bei denen die erzeugte Menge vollständig in das öffentliche Netz eingespeist wird.

Hier finden Sie Möglichkeiten, wie Sie Ihre Anlage weiter betreiben können:

  • Wenn Sie den erzeugten Strom weiterhin vollständig in das Netz einspeisen möchten, ist dafür eine geeignete Vermarktungsform zu wählen. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist Ihr Netzbetreiber nach Ende der Förderung lt. EEG nicht mehr für die Vergütung zuständig. Bitte kontaktieren Sie daher Ihren Stromlieferanten.
  • Sie können den erzeugten Strom aber auch selbst verbrauchen und nur den überschüssigen Strom in das Netz einspeisen. Der "Reststrom" muss auch bei dieser Form vermarktet werden. Beim Wechsel in die Überschusseinspeisung wird Ihre Anlage außerdem EEG-umlagepflichtig. In der Regel beträgt die Umlage 40 % und betrifft in diesem Fall auch Anlagen unter 10 kW. Mehr zur EEG-Umlage
    Bitte binden Sie zur Umstellung von Volleinspeisung auf Überschusseinspeisung frühzeitig Ihren Elektrofachbetrieb ein. Er rüstet die Stromzähleranlage um und meldet den Umbau beim Netzbetreiber an. In der Regel ist ein Zählerwechsel erforderlich.

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) trat erstmalig am 01.04.2002 in Kraft, um die Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung zu erhöhen. So wird Energie gespart, die Umwelt geschützt und Klimaschutzziele werden erreicht.

Angestrebt wird die Stromerzeug durch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) bis zum Jahr 2020 auf 110 Terrawattstunden zu steigern. Bis zum Jahr 2025 soll diese sogar auf 120 Terrawattstunden ansteigen, was beispielsweise durch Förderung der Modernisierung und des Neubaus von KWK-Anlagen realisiert werden soll.

Förderung von KWK-Anlagen

Gefördert wird laut dem KWKG die Erzeugung von Strom aus:

  • Blockheizkraftwerken (BHKW)
  • Brennstoffzelle

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) produzieren gleichzeitig Strom und Wärme. Die Förderung, auch KWK-Zuschlag genannt, erfolgt durch den Stromnetzbetreiber, an dessen Netz die Anlage angeschlossen ist. Voraussetzung ist die Zulassung der KWK-Anlage durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Den Antrag zur Förderung können Sie hier einreichen:
Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Bitte beachten Sie: Ihre Anlage unterliegt der Registrierungspflicht im Marktstammdatenregister. Nutzen Sie dafür das Webportal der Bundesnetzagentur